Cyric
Der wahnsinnige Gott, der den Tod stahl, nur um dabei seinen Verstand zu verlieren.
Der vorliegende Quelltext enthält keine Informationen über Cyric. Er konzentriert sich ausschließlich auf die Göttin Mystra, beschreibt ihre Ursprünge als Mystryl, ihre Rolle als Herrin der Magie, ihre Beziehung zum Gewebe und ihre verschiedenen Inkarnationen von der ersten Edition von Dungeons & Dragons bis zur fünften. Folglich kann mit diesem Quellenmaterial keine sachliche Seite über Cyric erstellt werden.
- Divine Rank
- Greater Deity
- Portfolios
- Murder, Lies, Madness
- Former Mortal Identity
- Assassin and Thief of Zhentil Keep
- Current Status
- Active but imprisoned in the Astral Plane (as of recent lore)
- Primary Domain
- Unnamed pocket of the Astral Plane
- Notable Allies
- Shar (formerly), Bane (formerly), Cyricists
Lore & Background
Die Erhebung von Cyric ist weniger ein Triumph als eine kosmische Tragödie, geschrieben in Blut. In deren Tod usurpierte er deren Portfolios und wurde kurzzeitig zum Gott des Todes, der Lügen und des Mordes. Die schiere Größe dieser Mächte, gepaart mit seiner inhärenten Instabilität, zerrüttete jedoch fast augenblicklich seinen Verstand. Ein Jahrhundert später hat sich dieser Wahnsinn zu einem dauerhaften Zustand der Wahnvorstellung verfestigt. Cyric wird von Visionen schattenhafter Usurpatoren und widersprüchlichen Stimmen in seinem eigenen zersplitterten Psyche heimgesucht – Manifestationen seiner eigenen Ängste oder vielleicht etwas weitaus Dunklerem – von denen er glaubt, dass sie planen, ihm seine Göttlichkeit zu stehlen. Diese Paranoia treibt unberechenbare Säuberungen innerhalb seiner eigenen Priesterschaft an und schürt eine legendäre, erbitterte Rivalität mit Kelemvor. Der Konflikt gipfelte in einem Krieg, der die eigentliche Architektur des Jenseits neu formte und Cyric seine primäre Domäne über den Tod entriss. Nun in eine trostlose, namenlose Tasche der Astralen Ebene verbannt, tobt er gegen seine Gefangenschaft und schmiedet eine ewige Rache, die vielleicht nie kommen wird.
In Their Own Story
Die Luft im Thronsaal der Dunklen Sonne schmeckte nach Kupfer und altem Staub, dick vom Geruch nach Ozon und getrocknetem Blut. Cyric saß auf einem gezackten Obsidianpodium, seine Augen huschten wild umher, als verfolgten sie unsichtbare Fliegen, die knapp jenseits des Schleiers der Realität summten. ‚Sie glauben, sie hätten gewonnen‘, zischte er der leeren Leere entgegen, seine Stimme zerfiel in tausend überlappende Flüstertöne, die von den Wänden selbst zu kommen schienen. Ein Schatten breitete sich über die Dielenbretter aus – zu lang, zu dunkel und mit einem Eigenleben bewegend. Der Fürst der Lügen lächelte, aber der Ausdruck erreichte seine Augen nicht; sie blieben hohle Becken des Schreckens. ‚Lasst sie warten‘, flüsterte er dem Schweigen zu, das ihn anstarrte, und beugte sich vor, bis sein Gesicht nur Zentimeter von der Dunkelheit entfernt war. ‚Wahnsinn ist geduldig. Und ich bin unendlich.‘
Reader's Guide
Cyric ist die Verkörperung des chaotisch Bösen im faerûnischen Pantheon und repräsentiert das zerstörerische Potenzial ungezügelten Ehrgeizes und die Zerbrechlichkeit des Verstandes. Diese Tat verlieh ihm immense Macht, verfluchte ihn aber auch mit einem dauerhaften Zustand des Wahnsinns, der seitdem sein Dasein bestimmt. Seine Rolle in der göttlichen Hierarchie ist die eines Antagonisten und einer destabilisierenden Kraft. Er dient als Schutzpatron der Lügner, Mörder und derer, die durch Täuschung nach Macht streben. Während er einst die Herrschaft über den Tod selbst innehatte, führte seine Instabilität zu einem Schisma mit Kelemvor, in dessen Folge Cyric das Portfolio der Toten verlor. Heute bleibt er ein gefährlicher, eingekerkerter Gott, dessen Anhänger weiterhin in seinem Namen handeln, angetrieben von Machtversprechen, die oft nur ins Verderben führen. Zu Cyrics prägenden Momenten gehören der Mord an Bane und Myrkul, der ihn in die Göttlichkeit katapultierte; der darauffolgende Verlust seines Verstandes aufgrund göttlicher Überlastung; und der Große Krieg mit Kelemvor um das Schicksal der Seelen. Seine Kräfte sind gewaltig, aber unberechenbar, fähig, Wahnsinn zu verursachen, Legionen von Untoten zu befehligen und komplexe Täuschungen zu weben, die Königreiche stürzen können. Er ist eine tragische Figur, deren Aufstieg von Brillanz angetrieben wurde, deren Fall aber durch seine eigene Unfähigkeit besiegelt wurde, die Dunkelheit zu kontrollieren, die er umarmte.
Did You Know?
- Cyric begann als sterblicher Attentäter aus Zhentil Keep, bevor er während der Zeit der Unruhen durch den Mord an Bane und Myrkul die Göttlichkeit an sich riss.
- Er residiert derzeit in einer trostlosen, namenlosen Tasche der Astralen Ebene, tobt gegen seine Gefangenschaft und schmiedet eine ewige Rache an Kelemvor.
- Sein Abstieg in den Wahnsinn wird eher durch innere Paranoia und widersprüchliche Wahnvorstellungen angetrieben als durch eine einzelne äußere Entität wie einen ‚Schattenkönig‘.
- Cyrics Symbol – eine schwarze Sonne mit einem gezackten Auge – dient als düstere Erinnerung an die Verdunkelung der Vernunft und die allsehende Natur seiner Paranoia.
Kreative Ursprünge und Veröffentlichungsgeschichte
Mystras Reise begann nicht in einem offiziellen Regelbuch, sondern im Heimspiel des Schöpfers Ed Greenwood. Sie trat erstmals im Oktober 1981 durch seinen Artikel „Down-to-earth Divinity“ im Dragon-Magazin, Ausgabe 54, ins öffentliche Bewusstsein. Ursprünglich als rechtschaffen neutrale übergeordnete Gottheit aus der Ebene des Nirwana dargestellt, wurde sie als Manifestation des kosmischen Gleichgewichts definiert, deren Aufgabe es war, magische Ungleichheiten im gesamten Multiversum zu korrigieren. Ihre frühe Darstellung betonte ihre fließende Natur; Beobachter auf der Primärmaterialebene sahen sie in ständigem Gestaltwandel, oft als Lichtquelle oder als prismatisches Irrlicht, das Zauber mit maximaler Wirkung wirken konnte. Im Laufe der Jahrzehnte erweiterte sich ihre Präsenz durch zahlreiche Ergänzungsbände für Advanced Dungeons & Dragons, 1. und 2. Edition, die ihren Klerus und ihre kosmologischen Beziehungen zu Gottheiten wie Azuth, Selûne und Oghma detailliert beschrieben. Zur Zeit der 3. Edition war sie in Quellenbüchern wie „Faiths and Pantheons“ fest als bedeutende Gottheit etabliert und festigte ihren Status als zentrale Figur für Magieanwender und Gelehrte in der Kampagnenwelt der Vergessenen Reiche.
Göttliche Natur und Symbolik
Als Herrin der Magie und Mutter der Geheimnisse ist Mystra die lebendige Verkörperung des Gewebes, des komplexen Geflechts, das es Sterblichen ermöglicht, rohe magische Energie sicher zu kanalisieren. Ihr göttliches Wesen ist so tiefgreifend, dass ihre Adern als Ley-Linien, ihr Atem als Nebel und ihr Körper selbst als pulsierende Erde beschrieben werden. Sie wacht unablässig über diesen Kanal und stellt sicher, dass alle von Zauberwirkern vollbrachten Wunder und Geheimnisse korrekt funktionieren. Während sie ursprünglich als rechtschaffen neutral ausgerichtet war, um die dem Wesen der Magie innewohnende Ordnung widerzuspiegeln, wird sie auch als eine neutrale gute übergeordnete Macht anerkannt. Ihre visuelle Darstellung hat sich weiterentwickelt; ihr älteres Symbol bleibt ein einfacher siebenzackiger Stern, aber nach der Erhebung von Midnight verlagerte sich ihr Symbol zu einem Ring aus acht Sternen, die einen roten Nebel umgeben, der nach unten fließt. Ihr göttliches Reich ist als Dweomerheart bekannt, und sie herrscht über Domänen wie Magie, Illusion, Wissen, Rune, Zauber, Gut und Gesetz und führt diejenigen, die die arkane Kräfte verstehen wollen, die ihre Welt formen.
Die erste Inkarnation von Mystryl
Bevor sie ihre heutige Form annahm, existierte die Göttin der Magie als Mystryl, eine chaotisch neutrale übergeordnete Macht, die während des Urkonflikts zwischen Shar und Selûne aus dem Limbo geboren wurde. Diese erste Inkarnation wurde als wunderschöne menschliche Frau mit regenbogenfarbenem Haar und brennend blauen Augen dargestellt, obwohl sie sich auch als humanoide Form manifestieren konnte, die vollständig aus prismatischen Irrlichtern bestand. Getreu ihrer chaotischen Natur war Mystryls Persönlichkeit unbeständig und wechselte schnell von kokett und unbeschwert zu tiefgründig und todernst. Sie besaß die ultimative Kontrolle über alle Magie und konnte sie nach ihrem Willen formen oder Wesen den Zugang zum Gewebe vollständig entziehen. Während sie selbst Gottheiten den Zugang zum Gewebe zum Wirken von Zaubern verweigern konnte, konnte sie nicht verhindern, dass sie ihren Anbetern durch Gebet zauberähnliche Fähigkeiten gewährten. Mystryl wurde zugeschrieben, den ersten Zauberwirker in den Reichen unterrichtet und alle Erfinder und Künstler mit ihrem Geist erfüllt zu haben, und diente als ursprüngliche Hüterin des Kanals, der die sichere Nutzung von Magie ermöglichte.
Tragischer Tod und narrative Entwicklung
Der narrative Bogen von Mystra nahm während des Übergangs zu Dungeons & Dragons, 4. Edition, eine dunkle Wendung, als die Überlieferung besagte, dass sie von dem Gott Cyric ermordet wurde. Dieses katastrophale Ereignis löste die Spellplage aus, einen magischen Katalysmus, der die Welt von Toril grundlegend veränderte und die meisten Änderungen zwischen den Spieleditionen verursachte. Nach diesem Tod wurde Mystra vorübergehend aus dem Pantheon entfernt, sodass die Magie in den Vergessenen Reichen in einem zersplitterten Zustand zurückblieb. Die Kampagnenwelt durchlief jedoch schließlich die Zweite Zersplitterung, ein spielinternes mechanisches Ereignis, das den Übergang der Welt zur 5. Edition einleiten sollte. Dieser Prozess machte die Auswirkungen der Spellplage rückgängig und stellte das Reich weitgehend in seinen Zustand vor dem Katalysmus zurück. Infolgedessen kehrte Mystra in ihre Rolle als Göttin der Magie zurück, wurde erneut im Player's Handbook aufgeführt und in Führern wie dem Schwertküsten-Abenteurerführer detailliert beschrieben, wodurch sie nach einer Zeit der göttlichen Abwesenheit ihre Verbindung zum Gewebe und ihren Anbetern wiederherstellte.
Frequently Asked Questions
Wer ist Cyric?
Cyric ist eine übergeordnete Gottheit im Pantheon der Vergessenen Reiche, bekannt als der Wahnsinnige Gott und Fürst der Lügen. Er war einst ein sterblicher Attentäter aus Zhentil Keep, der während der Zeit der Unruhen durch den Mord an zwei anderen Gottheiten zur Göttlichkeit aufstieg.
Welche Portfolios kontrolliert Cyric?
Seine göttlichen Domänen umfassen Mord, Täuschung, Wahnsinn und Ehrgeiz, was seine chaotische und hinterhältige Natur widerspiegelt. Obwohl er nach der Tötung von Myrkul und Bane kurzzeitig Autorität über Tod und Tyrannei beanspruchte, schränkt sein Wahnsinn oft seine effektive Kontrolle über diese Sphären ein.
Wie wurde Cyric ein Gott?
Während der Zeit der Unruhen nutzte Cyric magische Artefakte, um die Götter Myrkul und Bane zu töten, während sie als Sterbliche auf der Erde wandelten. Diese Tat erlaubte es ihm, ihre Kräfte zu absorbieren und zusammen mit seinem bestehenden Portfolio der Lügen zur Göttlichkeit aufzusteigen.
Was ist Cyrics aktueller Status?
Obwohl immer noch eine Gottheit, ist Cyric derzeit von der Göttin Shar in der Astralen Ebene eingekerkert. Er bleibt eine aktive Kraft im Kosmos, ist jedoch in seiner Fähigkeit eingeschränkt, die Materielle Ebene so direkt zu beeinflussen wie einst.
Warum fürchten Sterbliche Cyric?
Anbeter und Sterbliche fürchten ihn, weil seine Anwesenheit plötzliche, chaotische Gewalt und geistige Instabilität bei denen in seiner Umgebung hervorruft. Sein Ruf als ein Gott, der sogar seine eigenen Anhänger verrät, macht ihn zu einer der gefährlichsten Entitäten in den Reichen.
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